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Sprachkern | Über-uns-Seite schreiben: Vertrauen statt Floskeln | Notizbuch mit Skizze einer Über-uns-Seite

Über-uns-Seite schreiben – was wirklich funktioniert


Die Über-uns-Seite ist die meist unterschätzte Seite jeder Website.

Viele Unternehmen behandeln sie als Pflichtübung. Ein paar Sätze zur Geschichte, ein Foto, vielleicht eine Liste von Werten.

Dabei ist die Über-uns-Seite — besonders für inhabergeführte Unternehmen und Selbstständige — oft die Seite, die darüber entscheidet, ob jemand anfrägt oder weiterschaut.

Es ist wie der Unterschied zwischen einer gedruckten Broschüre und einer persönlichen, handschriftlichen Notiz: Das eine ist formell und austauschbar. Das andere hat Charakter, zeigt Persönlichkeit und schafft sofort Nähe. Doch genau dieser persönliche Charakter geht auf den meisten Websites verloren.

Was auf den meisten Über-uns-Seiten steht

„Wir wurden 2010 gegründet und haben seitdem über 500 Kunden betreut.“

„Unser Team besteht aus erfahrenen Experten mit langjähriger Branchenkenntnis.“

„Wir stehen für Qualität, Zuverlässigkeit und Kundennähe.“

Diese Sätze sind korrekt. Sie sind auch überall zu finden. Jedes Unternehmen in jeder Branche könnte sie schreiben.

Was fehlt: der Mensch dahinter. Die Haltung. Der Grund, warum dieses Unternehmen existiert — als ehrlicher Ausdruck, nicht als formelle Antwort.



Was eine gute Über-uns-Seite leisten kann

Sie baut Vertrauen auf — bevor jemand anfrägt.

Vertrauen entsteht durch das Gefühl, jemanden zu kennen. Durch Sätze, die klingen wie ein Mensch — nicht wie ein Unternehmen.

Für ein inhabergeführtes Unternehmen, ein kleines Team, eine Einzelperson ist die Über-uns-Seite der Moment, in dem der potenzielle Kunde entscheidet: Will ich mit dieser Person arbeiten?

Drei Muster, die Über-uns-Seiten schwächen

Die Chronologie. Die Seite erzählt, was wann passiert ist. Das ist eine Unternehmenschronik — kein Vertrauensaufbau.

Die Wir-Perspektive. Die Seite spricht über das Unternehmen. Der Leser möchte aber wissen, was das für ihn bedeutet.

Die ungewollte Förmlichkeit. Sobald es um die eigene Selbstdarstellung geht, werden viele formeller als nötig. Der Text, der im Gespräch locker klingt, wirkt auf der Seite steif.

Was stattdessen funktioniert

Eine gute Über-uns-Seite beantwortet — nicht unbedingt explizit, aber spürbar — drei Fragen:

Wer steht hinter diesem Unternehmen? Die Person, nicht der Lebenslauf. Was treibt sie an?

Was ist der Antrieb hinter der Arbeit? Was wäre anders, wenn es dieses Unternehmen nicht gäbe?

Warum sollte jemand dieser Person vertrauen? Durch Haltung, nicht durch Behauptung.

Der Mut zur eigenen Stimme

Die größte Hürde bei der Über-uns-Seite ist nicht handwerklicher Art. Es ist die Bereitschaft, auf einer Website so zu klingen, wie man im Gespräch klingt.

Wer das schafft, schreibt eine Seite, die bleibt. Die dazu führt, dass jemand auf „Anfragen“ klickt — weil er das Gefühl hat: Das ist jemand, dem ich mich anvertrauen kann.

Wo Sprachkern dabei ansetzt

Die Persönlichkeit, die eine Über-uns-Seite stark macht, ist in den meisten Fällen bereits vorhanden. Sprachkern legt sie frei — und übersetzt sie in eine Sprache, die auf der Website funktioniert.


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Du kennst das Gefühl. Du liest deine eigene Website und denkst: Das bin nicht ich.

Die Sätze stimmen. Die Leistungen sind korrekt beschrieben. Aber irgendetwas klingt anders als du. Zu förmlich. Zu glatt. Zu sehr wie alle anderen in deiner Branche.

Dieses Gefühl ist ein gutes Zeichen — es zeigt, dass du einen klaren Sinn dafür hast, wie du klingen willst.

Woher dieses Gefühl kommt

Es gibt einen Moment, in dem die meisten Selbstständigen und Unternehmerinnen beim Schreiben für die eigene Website etwas tun, das sie sich kaum bewusst machen: Sie hören auf, sich selbst zu sein.

Im persönlichen Gespräch klingen sie klar, direkt, überzeugend. Sie beschreiben ihre Arbeit auf eine Art, die sofort einleuchtet.

Sobald dieselben Inhalte auf eine Website sollen, greift ein innerer Schalter. Der Text soll professionell klingen. Er soll seriös wirken.

Das Ergebnis: ein Text, der zwar professionell klingt — aber die eigene Stimme hinter sich lässt.



Das ist ein Positionierungsthema

Viele, die dieses Gefühl kennen, denken: Ich muss besser schreiben lernen. Oder: Ich brauche einen Texter.

Der eigentliche Ansatzpunkt liegt woanders.

Der Text klingt deshalb fremd, weil er noch keine klare Grundlage hat — kein klares Bild davon, was dieses Unternehmen ausmacht. Ein Texter, der diesen Text neu schreibt, ohne diese Grundlage zu kennen, schreibt einen neuen Text mit derselben offenen Frage.

Fünf Signale, dass deine Website mehr zeigen könnte

Er könnte von jedem kommen. Wenn du den Firmennamen austauschst und der Text immer noch funktioniert — dann ist da noch Potenzial.

Er beschreibt Leistungen, aber zeigt die Wirkung noch nicht. „Wir bieten individuelle Beratung“ — was verändert sich für den Kunden nach der Beratung?

Er klingt im Gespräch anders als im Text. Wenn Kunden sagen „Du bist viel zugänglicher als deine Website vermuten lässt“ — dann ist das ein klares Signal.

Er vermeidet Haltung. Texte, die für alle passen sollen, hinterlassen bei niemandem einen starken Eindruck.

Er beschreibt das Unternehmen von damals. Das Unternehmen hat sich entwickelt — die Texte beschreiben noch eine frühere Version.

Was den Unterschied macht

Der erste Schritt ist zu verstehen, wie dein Unternehmen heute wirklich kommuniziert — und was es wirklich ausmacht.

Das klingt selbstverständlich. Wer aber mitten in einem Unternehmen steckt, sieht es durch die eigene Brille — mit allen Annahmen, die sich über Jahre aufgebaut haben. Abstand hilft dabei, klarer zu sehen.

Der zweite Schritt ist, das, was dein Unternehmen ausmacht, in eine Sprache zu übersetzen, die auf der Website funktioniert.

Was danach anders ist

Eine Website, die nach dir klingt, kommt aus Klarheit — darüber, wofür du stehst. Und der Mut, das nach außen zu zeigen.

Sprachkern legt genau diese Grundlage: nicht erfinden, sondern freilegen. Was bereits da ist, in eine Sprache bringen, die nach dir klingt — und die nach außen klar ankommt.


Sprachkern | Unternehmenskommunikation | Sprechblasen auf Holz

Kommunikationsstrategie entwickeln – so geht der Einstieg


Du weißt, dass deine Kommunikation mehr leisten könnte. Du weißt auch, dass du etwas verändern willst. Aber sobald du anfängst, dich damit zu beschäftigen, wird es unübersichtlich.

Website überarbeiten? Social Media aufbauen? Einen Texter beauftragen? Eine Agentur anfragen?

Das ist der normale Ausgangspunkt — und er zeigt, dass du bereits auf dem richtigen Weg bist.

Was eine Kommunikationsstrategie wirklich ist

Eine Kommunikationsstrategie ist die Antwort auf drei Fragen: Was willst du sagen? Zu wem? Und warum sollte ihn das interessieren?

Sie ist kein Redaktionsplan. Sie ist auch nicht die Entscheidung, dreimal pro Woche auf LinkedIn zu posten. Und sie ist kein Dokument, das am Ende in einer Schublade verschwindet.

Wer diese drei Fragen beantwortet hat, kann sinnvolle Entscheidungen treffen: Welche Kanäle passen? Welcher Ton ist der richtige? Was gehört auf die Website — und was nicht?



Der häufigste Irrtum: mit dem Schreiben anfangen

Die meisten Unternehmen, die ihre Kommunikation stärken wollen, beginnen beim Schreiben. Neue Texte für die Website. Neue Posts für Social Media.

Der sinnvollere Ausgangspunkt liegt einen Schritt früher.

Denn wer schreibt, bevor er weiß, was er sagen will, schreibt an seiner Zielgruppe vorbei. Die Texte klingen dann entweder zu allgemein, zu technisch — oder wie eine weniger überzeugende Version dessen, was die Konkurrenz bereits macht.

Der erste Schritt ist das Verstehen.

Drei Fragen, die am Anfang stehen

Erstens: Wie kommuniziert dein Unternehmen heute wirklich?

Was steht auf der Website? Was steht in E-Mails? Was sagst du, wenn jemand fragt, was du machst?

Die Antwort auf diese Frage ist oft überraschend. Was intern selbstverständlich erscheint, kommt nach außen manchmal unklar oder austauschbar an.

Zweitens: Was soll deine Kommunikation leisten?

Neue Kunden gewinnen? Bestehende Kunden binden? Als Expertin wahrgenommen werden?

Je klarer das Ziel, desto klarer die Strategie.

Drittens: Wen willst du wirklich erreichen?

Wer ist der Mensch, der von deiner Leistung wirklich profitiert? Was bewegt ihn? Was bringt ihn dazu, sich zu melden?

Was danach kommt

Wenn diese drei Fragen beantwortet sind, entsteht eine Grundlage. Aus dieser Grundlage lassen sich dann konkrete Entscheidungen ableiten: Welche Kanäle sind sinnvoll? Welcher Ton passt? Was gehört auf die Website?

Diese Entscheidungen können intern getroffen werden — auf Basis eines klaren Bilds davon, wie das Unternehmen heute kommuniziert und wie es kommunizieren will.

Warum der Ausgangspunkt entscheidend ist

Wer weiß, wo er steht, weiß auch, in welche Richtung er gehen kann. Wer versteht, wie sein Unternehmen heute wirkt, kann entscheiden, was sich verändern soll.

Eine Kommunikationsstrategie beginnt deshalb mit einer Analyse — und aus dieser Analyse entsteht eine Grundlage, die als Strategie trägt.

Sprachkern macht genau das: sichtbar machen, was bereits vorhanden ist, das Potenzial benennen und eine Richtung entwickeln.